Entwurf Datensatz Notaufnahmeprotokoll der DIVI 2020

Entwurf Datensatz Notaufnahmeprotokoll der DIVI 2020

Die Datenelemente für Notaufnahmedokumentationssysteme sind die Weiterentwicklung des Notaufnahmeprotokoll Datensatzes V2015.1. Diese Datendefinition definiert die Datenelemente, die während der innerklinischen Versorgung eines notfallmedizinischen Patienten in einer Notaufnahme / Notfallambulanz / Notfallzentrum erfolgt. Dabei werden externe Datenquellen wie präklinisches (prähospitales) Notfallprotokoll (z.B. Notarztprotokoll) oder Voranmeldungsdaten aus IVENA integriert. Primäres Ziel ist die medizinische Dokumentation zur Informationsweitergabe im Behandlungsverlauf. Sekundäres Ziel ist die Datenerhebung und Datenweiterleitung für Sekundärnutzer wie medizinische Register (TraumaRegister DGU, Reanimationsregister, Schlaganfallregister, Herzinfarktregister; AKTIN-NotaufnahmeRegister). Auf Basis der Datenelemente für Notalldokumentationssysteme sollen technische Artefakte wie Leitfäden für HL7 CDA oder HL7 FHIR entwickelt werden. Die Datenelemente sollen ebenfalls die Basis für Minimaldokumentationsdefinitionen (Minimaldatensätze) für spezifisch klinische Situationen in der innerklinischen Notfallmedizin darstellen, die noch entwickelt werden müssen.

Quellen:

Register in der Notfallmedizin

Register in der Notfallmedizin

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DIVI fasst Wibke Schirrmeister aus der Sektion Notaufnahmeprotokoll der DIVI wissenswertes über Register in der Notfall- und Akutmedizin zusammen:

Zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung durch interne oder externe Qualitätsmanagementverfahren sind aktuelle, standardisierte und somit vergleichbare Daten unerlässlich. In der Akut- und Notfallmedizin stellen dabei Register eine wichtige Datenquelle für das Qualitäts- management, die Versorgungsforschung und die evidenzbasierte Medizin dar. Akutmedizinische Register, die Patienten anhand von Tracer-Diagnosen, z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweres Trau- ma und Prozeduren, die z.B. Reanimation einschließen, sind bereits etabliert. Es entstehen aber auch strukturbezogene Register, wie das AKTIN-NotaufnahmeRegister, welches alle Patienten einschließt, die in der Notaufnahme versorgt werden. Zunehmend wird die ressourcenschonende Datenerhebung für die Register durch Sekundärdatennutzung aus der medizinischen Dokumentation (Routinedaten) angestrebt. Durch die Harmonisierung der Datensätze zwischen den Registern kann die Datenerhe- bung optimiert, der Zeitaufwand reduziert und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verbessert werden.“

Quelle:

Schirrmeister W, Wehrle M, Lefering R, Walcher F, Kulla M, Brammen D, Greiner F: German registries in acute and emergency care. DIVI 10: 148-157 (2019) (https://dx.doi.org/10.3238/DIVI.2019.0148-0157)

Organspende

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin e.V. (DIVI)
möchte Sie in Abstimmung mit dem
Präsidium der DIVI e.V. zu einer Umfrage zur „Reform der Organspende:
Widerspruchslösung versus Stärkung der Entscheidungsbereitschaft“
einladen.
Ihre Meinung ist der DIVI ausserordentlich wichtig.

Sie können an dieser Befragung nur einmal teilnehmen.
Hier finden Sie den Link zur Umfrage:

https://ww3.unipark.de/uc/janssens_Universit__tsklinik_Aac/47ec/?code=4302a1bf3a91b50a

Diese Befragung wird anonymisiert durchgeführt und erfordert nur sehr
wenig Zeit. Die DIVI möchten Sie ganz besonders um Ihre Unterstützung bitten.

Für die DIVI

Prof. Dr. med. Uwe Janssens
Präsident der DIVI

Digitale Dokumentation in der ZNA

Background:

Some of the advantages of implementing electronic emergency department information systems (EDIS) are improvements in data availability and simplification of statistical evaluations of emergency department (ED) treatments. However, for multi-center evaluations, standardized documentation is necessary. The AKTIN project (“National Emergency Department Register: Improvement of Health Services Research in Acute Medicine in Germany”) has used the “German Emergency Department Medical Record” (GEDMR) published by the German Interdisciplinary Association of Intensive and Emergency Care as the documentation standard for its national data registry.

Methods

Until March 2016 the documentation standard in ED was the pen-and-paper version of the GEDMR. In April 2016 we implemented the GEDMR in a timeline-based EDIS. Related to this, we compared the availability of structured treatment information of traumatological patients between pen-and-paper-based and electronic documentation, with special focus on the treatment time.

Results

All 796 data fields of the 6 modules (basic data, severe trauma, patient surveillance, anesthesia, council, neurology) were adapted for use with the existing EDIS configuration by a physician working regularly in the ED. Electronic implementation increased availability of structured anamnesis and treatment information. However, treatment time was increased in electronic documentation both immediately (2:12±0:04h; n = 2907) and 6 months after implementation (2:18±0:03 h; n = 4778) compared to the pen-and-paper group (1:43±0:02 h; n = 2523; p < 0.001).

Conclusions

We successfully implemented standardized documentation in an EDIS. The availability of structured treatment information was improved, but treatment time was also increased. Thus, further work is necessary to improve input time.

Links:

https://rdcu.be/bOg5v

https://doi.org/10.1186/s12913-019-4400-y

Lucas B. Schlitz P, Schirrmeister W, Plissee G, Walcher F, Kulla M, Brammen D: The way from pen and paper to electronic documentation in a German emergency department. BMC Health Services Research 19:558 (2019)