CT Thorax mit Spannungspneu und Hautemphysem

Notfallmedizin immer invasiver?

Auf der 19. Jahrestagung der DIVI präsentieren Eric Popp (Heidelberg), Dirk Lunz (Regensburg) und ich drei Vorträge zu den Themen „prähospitale ECMO, Thorakotomie und REBOA“. Durch die Sitzung führen Michael Bernhard (Düsseldorf) und Jürgen Knapp (Bern). Mal sehen wer freitags zwischen 16:30 Uhr und 18:00 Uhr noch in Hamburg ist. Für Alle die bereits nach Hause mussten ist hier mein Vortrag zum download:

Kulla M: Notfallmedizin – immer invasiver? – Blutstillung mit REBOA (Resuscitative Endovascular Balloon Occlusion of the Aorta). Vortrag auf dem 19. Kongress der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv und Notfallmedizin, 06.12.2019, Hamburg, Deutschland (2019)

Entwurf Datensatz Notaufnahmeprotokoll der DIVI 2020

Entwurf Datensatz Notaufnahmeprotokoll der DIVI 2020

Die Datenelemente für Notaufnahmedokumentationssysteme sind die Weiterentwicklung des Notaufnahmeprotokoll Datensatzes V2015.1. Diese Datendefinition definiert die Datenelemente, die während der innerklinischen Versorgung eines notfallmedizinischen Patienten in einer Notaufnahme / Notfallambulanz / Notfallzentrum erfolgt. Dabei werden externe Datenquellen wie präklinisches (prähospitales) Notfallprotokoll (z.B. Notarztprotokoll) oder Voranmeldungsdaten aus IVENA integriert. Primäres Ziel ist die medizinische Dokumentation zur Informationsweitergabe im Behandlungsverlauf. Sekundäres Ziel ist die Datenerhebung und Datenweiterleitung für Sekundärnutzer wie medizinische Register (TraumaRegister DGU, Reanimationsregister, Schlaganfallregister, Herzinfarktregister; AKTIN-NotaufnahmeRegister). Auf Basis der Datenelemente für Notalldokumentationssysteme sollen technische Artefakte wie Leitfäden für HL7 CDA oder HL7 FHIR entwickelt werden. Die Datenelemente sollen ebenfalls die Basis für Minimaldokumentationsdefinitionen (Minimaldatensätze) für spezifisch klinische Situationen in der innerklinischen Notfallmedizin darstellen, die noch entwickelt werden müssen.

Quellen:

Register in der Notfallmedizin

Register in der Notfallmedizin

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift DIVI fasst Wibke Schirrmeister aus der Sektion Notaufnahmeprotokoll der DIVI wissenswertes über Register in der Notfall- und Akutmedizin zusammen:

Zur Sicherung einer qualitativ hochwertigen Patientenversorgung durch interne oder externe Qualitätsmanagementverfahren sind aktuelle, standardisierte und somit vergleichbare Daten unerlässlich. In der Akut- und Notfallmedizin stellen dabei Register eine wichtige Datenquelle für das Qualitäts- management, die Versorgungsforschung und die evidenzbasierte Medizin dar. Akutmedizinische Register, die Patienten anhand von Tracer-Diagnosen, z.B. Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweres Trau- ma und Prozeduren, die z.B. Reanimation einschließen, sind bereits etabliert. Es entstehen aber auch strukturbezogene Register, wie das AKTIN-NotaufnahmeRegister, welches alle Patienten einschließt, die in der Notaufnahme versorgt werden. Zunehmend wird die ressourcenschonende Datenerhebung für die Register durch Sekundärdatennutzung aus der medizinischen Dokumentation (Routinedaten) angestrebt. Durch die Harmonisierung der Datensätze zwischen den Registern kann die Datenerhe- bung optimiert, der Zeitaufwand reduziert und die Vergleichbarkeit der Ergebnisse verbessert werden.“

Quelle:

Schirrmeister W, Wehrle M, Lefering R, Walcher F, Kulla M, Brammen D, Greiner F: German registries in acute and emergency care. DIVI 10: 148-157 (2019) (https://dx.doi.org/10.3238/DIVI.2019.0148-0157)

Qualitätsindikatoren in der Schwerstverletztenversorgung

Kulla M, Hörster A, Bieler D, Lefering R, TraumaRegister DGU: The search for the perfect performance indicator in trauma: Validation of 40 indicators in 110.000 German trauma patients. Deutscher Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie, 23.10.2019, Berlin, Germany (2019)

https://kulla.de/wp-content/uploads/2019/10/kulla2019g-The-search-for-the-perfect-qi-dkou2019.pdf

Demo gegen den #Bildungsmord

Für bessere Bedingungen für die universitäre Lehre findet am 30.10.2019 unter dem Motto „Bildungsmord“ eine Demonstration in Ulm statt.

Weitere Informationen finden Sie unter https://stuve.uni-ulm.de/aktuelles/projekte/aktionen-hofv-ii. Die Demonstration wird von der medizinischen Fakultät der Universität ausdrücklich unterstützt. Den Weg der Demonstration finden sie hier. Gemäß Rundschreiben der Fakultät sollen alle Lehrenden den Studierenden die Möglichkeit geben von 9:00 Uhr bis 15:00 Uhr teilzunehmen und auf Anwesenheitskontrollen verzichten. Dem komme ich natürlich gerne nach 🙂

Viel Erfolg!

Quelle:

https://www.uni-ulm.de/en/homepage/event-detail/article/demonstration-durch-die-ulmer-innenstadt/

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Urheberrecht in der Hochschullehre

Zum Themengebiet Urheberrecht und den Änderungen durch den neuen Paragraphen 60a, hat das BMBF eine Übersicht veröffentlicht:

Sie dient zur Orientierung , wie und wann geschützte Werke für die Lehre und Forschung im Hochschulbereich genutzt werden können.
https://www.bmbf.de/de/was-forschende-und-lehrende-wissen-sollten-9523.html
PDF zum Download:
https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Handreichung_UrhWissG.pdf

Organspende

Die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und
Notfallmedizin e.V. (DIVI)
möchte Sie in Abstimmung mit dem
Präsidium der DIVI e.V. zu einer Umfrage zur „Reform der Organspende:
Widerspruchslösung versus Stärkung der Entscheidungsbereitschaft“
einladen.
Ihre Meinung ist der DIVI ausserordentlich wichtig.

Sie können an dieser Befragung nur einmal teilnehmen.
Hier finden Sie den Link zur Umfrage:

https://ww3.unipark.de/uc/janssens_Universit__tsklinik_Aac/47ec/?code=4302a1bf3a91b50a

Diese Befragung wird anonymisiert durchgeführt und erfordert nur sehr
wenig Zeit. Die DIVI möchten Sie ganz besonders um Ihre Unterstützung bitten.

Für die DIVI

Prof. Dr. med. Uwe Janssens
Präsident der DIVI

Digital Pen and Paper Technology

Digital Pen and Paper Technology

ABSTRACT

Background: The Syria crisis has forced more than 4 million people to leave their homeland. As a result, in 2016, an overwhelming number of refugees reached Germany. In response to this, it was of utmost importance to set up refugee camps and to provide humanitarian aid, but a health surveillance system was also implemented in order to obtain rapid information about emerging diseases.

Objective: The present study describes the effects of using digital paper and pen (DPP) technology on the speed, sequence, and behavior of epidemiological documentation in a refugee camp.

Methods: DPP technology was used to examine documentation speed, sequence, and behavior. The data log of the digital pens used to fill in the documentation was analyzed, and each pen stroke in a field was recorded using a timestamp. Documentation time was the difference between first and last stroke on the paper, which includes clinical examination and translation.

Results: For three months, 495 data sets were recorded. After corrections had been made, 421 data sets were considered valid and subjected to further analysis. The median documentation time was 41:41 min (interquartile range 29:54 min; mean 45:02 min; SD 22:28 min). The documentation of vital signs ended up having the strongest effect on the overall time of documentation. Furthermore, filling in the free-text field clinical findings or therapy or measures required the most time (mean 16:49 min; SD 20:32 min). Analysis of the documentation sequence revealed that the final step of coding the diagnosis was a time-consuming step that took place once the form had been completed.

Conclusions: We concluded that medical documentation using DPP technology leads to both an increase in documentation speed and data quality through the compliance of the data recorders who regard the tool to be convenient in everyday routine. Further analysis of more data sets will allow optimization of the documentation form used. Thus, DPP technology is an effective tool for the medical documentation process in refugee camps.

weiterführende Links